Unterschenkelzerrung

Eine Unterschenkelzerrung ist eine Verletzung des Bewegungsapparates. Eine Bänderzerrung ist dabei eine Überdehnung eines Gelenks in Bezug auf seine Kapsel-Bestandteile. Von einer Muskelzerrung spricht man, wenn die darauf einwirkende Kraft größer ist, als die Kraft des Muskels; demzufolge reißen einzelnen Muskelfasern. Eine Unterschenkelzerrung zieht man sich in den meisten Fällen beim Ausüben einer Sportart zu.

Die Ursachen einer Unterschenkelzerrung sind eine Überdehnung über die Haltekraft des jeweiligen Muskels hinaus. Untrainierte sowie vor dem Sport noch nicht aufgewärmte Muskelfasern sind weniger elastisch und geschmeidig und können sich demnach einer plötzlichen Änderung der Spannung nicht so schnell anpassen – Folge: Sie reißen! Jegliche Bewegung oder Dehnung, welche ruckartig stattfindet, kann eine Ursache für eine Unterschenkelzerrung sein.

Ziehen Sie sich eine Unterschenkelzerrung zu, so sollten Sie wissen, dass die Symptome in jedem Falle einen stechenden Schmerz zu Folge haben, besonders bei Druck auf die direkte Stelle des Unterschenkels. Der betroffene Muskel fühlt sich zudem hart an und ist auch in seiner Beweglichkeit eingeschränkt.

Bei einer Unterschenkelzerrung sollten Sie in jedem Falle bedenken, dass diese therapiert werden sollte! Dabei kann unter einer optimalen Behandlung die Wiederherstellungszeit relativ kurz sein, je nach Ausprägung der Zerrung. Sie sollten die betroffene Stelle umgehend kühlen, und zwar etwa 15 bis 20 Minuten lang. Hier eignen sich Eispackungen, Eissprays oder auch Umschläge mit kaltem Wasser; doch sollte sich dabei zwischen Eispackung und Haut immer eine Lage Stoff befinden, um Erfrierungen des Gewebes zu vermeiden. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen; dieses lindert die Schmerzen und führt somit zu einem schnelleren Heilungsverlauf. Auch sollten Sie die verletzte Stelle hoch lagern, sofern dieses möglich ist. Sportsalben sind bei einer Unterschenkelzerrung ebenfalls von Vorteil!

Einfache Zerrungen heilen in der Regel ohne Komplikationen und Folgen aus. Eine Schonung ist aber strikt indiziert – und zwar so lange, bis eine sportliche oder generelle Betätigung wieder schmerzlos möglich ist. Aber hier gilt es in jedem Falle für Sie: Erstmal vorsichtig und langsam!